Mein Konzept


„Sozialer Dienst“
für Senioren und pflegenden Angehörige
Besuchs- und Betreuungsservice


Bei der Aktivierung, Begleitung im Alltag bei Menschen mit Demenz in ihrer gewohnten Umgebung.

  • Familienendlastend und Familienunterstützende Dienste für Angehöriger von Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen
  • Begleitung und Betreuung bei Menschen mit Demenz
  • Individuelle, biografisch und zeitlich orientierte Aktivierung
  • Hilfe und Unterstützung in besonderen Lebenssituationen der betroffenen Familien z.B. Vorbereitung auf stationäre Aufenthalte (Krankenhaus/Kurzzeitpflege)


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Inhalt

  • Einleitung
  • Situationsanalyse
  • Zielgruppe
  • Didaktik/Methodik
  • Leistungen für Menschen mit Demenz und ihren
  • Angehörigen
  • Ziele
  • Qualitätssicherung
  • Vergütung der Leistungen
  • Schlusswort

 


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Einleitung

Die Pflege und Betreuung eines demenzkranken, pflege-und betreuungsbedürftigen Menschen in häuslicher Umgebung bedeutet für alle Beteiligten eine große körperliche und seelische Belastung. Störung des Gedächtnisses, Denkvermögens Orientierung oder eine geistigen Behinderung schränken die Funktionsfähigkeit bei den gewohnten Alltagstätigkeiten ein.
Nach wie vor wird der größte Anteil der Pflegebedürftigen von ihren Familien in ihrem häuslichem Umfeld betreut. Die häusliche Versorgung von pflege- und betreuungsbedürftigen Personen mit erheblichen Einschränkungen stellt eine große Herausforderung für alle Beteiligten da. Die Pflege eines demenzkranken Menschen bedeutet eine Veränderung der gewohnten Strukturen in der Lebensführung und -planung der Angehörigen. Dies verlangt von den Angehörigen einen hohen Einsatz der Motivation und Verzicht auf Freizeit um die Erkrankten zu begleiten und zu unterstützen. Zusätzlich sind Betreuende meistens beruflich eingespannt. Pflegende Angehörige geraten in eine Situation, die sie körperlich und seelisch stark belastet. Um mit den Veränderungen, die mit der Erkrankung einhergehen, umgehen zu können, benötigen sie Unterstützung und Anleitung wie sie am besten mit dem Menschen mit Demenz oder geistigen Beeinträchtigungen umgehen können.
Die Belastung durch die häusliche Pflege steigt mit dem Fortschreiten der Erkrankung.

Die Stadt Rüthen ist dörflich, mit vielen kleinen Gemeinden geprägt. Hier leben die Familien eng zusammen. Die Verwandtschaft wohnt im näheren Umfeld und nicht selten leben zwei Generationen in einem Haus. In den meisten Fällen wird der größte Teil der Pflege eines Demenzkranken auf die Schultern einer einzigen Person geladen. Dies sind vornehmlich der noch gesunde Partner(in), Töchter und Schwiegertöchter.
Erschwerend hinzukommt, dass die Erkrankung Demenz, in der Bevölkerung vielfach noch immer ein Tabuthema ist.

Unterstützungsangebote, in der häuslichen Umgebung, sind in unserer Gegend sehr begrenzt. Ergänzend zur eigentlichen Pflegetätigkeit bietet ausschließlich die Caritas in den Städten Rüthen, Geseke, Anröchte, und Erwitte unteranderem eine häusliche Betreuung an.
Um die Begleitung und Betreuung von Demenzkranken und Ihren Angehörigen in unserem ländlichen Bereich zu verbessern, biete ich eine Einzelbegleitung und
-betreuung der Erkrankten sowie in Kleingruppen an. Ebenso eine Beratung von Bezugspersonen an.


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Situationsanalyse
Derzeitig gibt es ca. 1,2 Millionen Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind. Nach umfangreichen Studien ist es wissenschaftlich bewiesen, dass die Zahl der Menschen mit Demenz stetig steigt und unaufhaltsam ist.
Nach wie vor wird der größte Anteil der Erkrankten im häuslichen Umfeld von Familienangehörigen wie Ehepartner, Kinder, Schwiegerkinder oder auch Enkelkindern versorgt. Demenz wird zukünftig immer mehr zum Alltag von Familien gehören Pflegende Angehörige verbinden häufig die Übernahme der Pflege mit der Vorstellung eine Unterstützung bei körperlichen Beschwerden zu geben und hauswirtschaftliche Tätigkeiten zu übernehmen. In der Regel sind sie nicht auf spezifischen Begleiterscheinungen vorbereitet. Mit den Veränderungen in der Persönlichkeit, der zunehmenden Hilfslosigkeit durch Wahrnehmungsstörungen und Verlangsamung fällt es Angehörigen immer schwerer mit dem Erkrankten umzugehen. Daneben müssen sie ihrem eigenen beruflichen, familiären und privatem Umfeld gerecht werden.
Die Begleitung, Betreuung und Pflege eines demenzkranken Menschen, Personen mit psychischen oder geistigen Veränderungen stellt eine erhebliche Belastung und Herausforderung für pflegende Angehörige und Bezugspersonen dar.
Individuellen Bedürfnisse des Erkrankten wie Unterhaltung und Anregung nachzukommen ist durch große Schwankungen in der Befindlichkeit für die pflegende Angehörige schwerlich.
Dem gegenüber steht das Interesse nach der Beachtung der psycho-sozialen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz.

 

 

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Zielgruppe
Meine Zielgruppe sind Senioren, die auf Grund einer Demenzerkrankung eine Unterstützung, Begleitung in der Alltagsgestaltung sowie geistige Anregungen benötigen. Freizeitangebote, in unserem ländlichen Bereich, werden für Senioren nur spärlich angeboten. Nicht alle Menschen und Senioren möchten oder können aus körperlichen Gründen nicht an diesen Gruppenangeboten teilnehmen.
Für Menschen mit Hirnleistungsstörungen stellt eine fremde Umgebung oftmals eine Belastung dar. Die Umwelt erscheint dem demenziell Erkrankten unbekannt und kann als bedrohlich empfunden werden. Die veränderte Tagesstruktur kann je nach Schweregrad der Erkrankung zur Zunahme der Verwirrtheit führen, da der Erkrankte sich in der neuen Situation fremd fühlt.
Je nach körperlichem Zustand kann der Transfer zu einem Gruppen- bzw. Freizeitangebot zusätzlich erschwert sein.
Eine Betreuung und Aktivierung unter Einbeziehung aller Sinne die in der eigenen Häuslichkeit stattfindet, steht im Vordergrund, vermittelt Sicherheit und kann Freude in den Alltag bringen.
Angehörigen und Bezugspersonen von Menschen mit Hirnleistungsstörungen fühlen sich in der Regel sozial verantwortlich für ihren erkrankten Angehörigen. Sie sorgen sich um eine individuelle Betreuung. Sie haben Ängste und Fragen zum richtigen Umgang mit der Erkrankung. Pflegende Angehörige oder Bezugspersonen haben durch die eigene Lebenssituation eingeschränkte Zeitressourcen.
Der Erkrankte soll gut versorgt werden und sich wohl fühlen. Es kommt zu Gewissenskonflikten. Ihnen soll gezeigt werden, dass das Leben mit Demenz angenehm weitergehen kann.
Um mit den Veränderungen, die mit der Erkrankung einhergehen, umgehen zu können, erhalten Personen aus dem engsten Umfeld des Erkrankten Unterstützung in ihrer emotionalen Lage und Entlastung durch Anregungen und Anleitung wie sie am besten mit dem Menschen mit Demenz umgehen können.
Durch gezielte, unabhängige und individuelle Beratung werden leicht verständliche, praktische Tipps und Empfehlungen, die Ihnen bei der Betreuung ihrer Angehörigen helfen, vermittelt.

 

 

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Didaktik/Methodik

  • Personen, Orts- und Lebensbiografisch bezogen
  • Geistige und emotionale Anregung und Aktivierung
  • Unterstützung zur Befriedigung der Bedürfnisse für Demente
  • Ganzheitliche Betreuung durch Anregung von Körper, Geist und Seele
  • Lebensqualität verbessern
  • Individuelle Betreuung (körperliche und geistige Möglichkeiten werden berücksichtigt)
  • Orientierung an der Befindlichkeit der erkrankten Person
  • Orientiert am persönlich geprägtem Jahresrhythmus (kirchlich, Erntezeit, Feierlichkeiten wie Karneval od. Schützenfest)
  • Erkrankte im dörflichen Leben integrieren (gemeinsame Einkäufe, Spaziergänge)
  • Zusammenkommen von Kleingruppen in der Häuslichkeit, beim Wunsch nach Geselligkeit
  • Dokumentation der Betreuung wird Angehörigen zur Verfügung gestellt
  • (Information und Umgangshilfe)
  • Drei Angebote werden zur Betreuung vorbereitet, um flexibel, individuell nach Befindlichkeit des Erkrankten eine Betreuung durchführen zu können
  • Demente im fortgeschrittenem Stadium können über die Aktivierung des Langzeitgedächtnisses über z.B. Melodien, Gerüche . . .erreicht werden
  • Angehörige erhalten Unterstützung und Entlastung durch meine Betreuung
  • Bin flexibel – nach kurzfristiger Absprache als Betreuende einsatzbereit
  • Vermittlung von Hintergrundwissen
  • Kritischen Situationen werden hinterfragt, Anregungen und Impulse werden gegeben
  • Unabhängige Beratung zu speziellen Sachleistungen
  • Literaturempfehlungen und Fachinformationen zum Thema Demenz
  • Vorbereitung auf stationäre Aufenthalte (Krankenhaus/Kurzzeitpflege)

 

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Leistungen

 

Betreuung

  • Stundenweise Betreuung nach Absprache
  • Individuelle, dementen gerechte Betreuung
  • Betreuung in Kleingruppen
  • Erkrankten gerechte Teilnahme am Dorfleben
  • Spaziergänge
  • Gemeinsame Durchführung von kleinen Aufgaben im Haushalt wie z.B. Wäsche zusammen legen, kochen, Werkzeug sortieren, Keller ausfegen . . . )
  • Gemeinsam Musik hören und/oder singen
  • Wünsche des Dementen berücksichtigen und weitgehend berücksichtigen



Erinnerungsarbeit

  • Gedächtnistraining
  • Biografie Arbeit
  • Erzählen von Kurzgeschichten/Märchen
  • Familienfotos ansehen
  • Aus der Tageszeitung vorlesen
  • Wahrnehmung von bekannten Gerüchen
  • Sprichwörter und Gedichte

 


Aktivierung und geistige Anregung

  • Aromatherapie
  • Geschmacksrezeptoren aktivieren
  • 10-Minuten-Aktivierung
  • Kommunikation mittels integrative Validation
  • Spiel mit Handpuppen (bes. bei erschwerter Kommunikation)
  • Musik („Mit Musik geht alles besser“)

 


Beratung und Begleitung der Angehörigen

  • Zu Fragen in der Alltagsgestaltung
  • Vermittlung von Hintergrundwissen zur Demenzerkrankung
  • Beratung zu unterstützenden Angeboten
  • Essen und Trinken bei Demenz
  • Beratung zu speziellen Sachleistungen
  • Literaturempfehlungen und Fachinformationen
  • Vorbereitung auf stationäre Aufenthalte (Krankenhaus/Kurzzeitpflege)



Ziele

  • Wertschätzung und Anerkennung
  • Lebensqualität erhöhen
  • Ressourcen verbessern
  • Einzigartigkeit/Individualität des Dementen berücksichtigen
  • Begleitung und Beratung in der Alltagsgestaltung
  • Psychisch und physische Entlastung der Angehörigen
  • Angehörigen Freiräume schaffen um neue Kräfte zu sammeln
  • Unterstützung in der Lebensgestaltung


Qualitätssicherung

  • Regelmäßige Fortbildungen
  • Registrierung beruflich Pflegender
  • Teilnahme am Demenz-Netz Lippstadt
  • Teilnahme am Netzwerk Typ 7 Region Münsterland
  • Dokumentation der Betreuungszeiten (für Angehörige/Bezugspersonen)
  • Regelmäßiger Austausch mit dem Demenz-Servicezentrum NRW



Vergütung der Leistungen

  • Mein qualifizierter Einsatz / je Stunde (Normalstundensatz bis 3 Stunden)
  • Mehrstundeneinsatz  / ab der 3. Stunde reduzierter Normalstundensatz
  • Anfahrtskosten inklusiv
  • Arbeitsmaterialien werden, falls nötig, von Angehörigen besorgt oder zum Selbstkostenpreis berechnet